Perioale Dermatitis

Es handelt sich um eine ungefährliche, entzündliche Hautkrankheit, die schubartig, und unbehandelt immer chronisch verläuft.

Sie beschränkt sich auf das Gesicht, vor allem perioral (=um den Mund), manchmal sieht man sie an den Augenlidern und Wangen, sie ist nicht ansteckend.

Betroffen sind zumeist Frauen jüngeren u mittleren Alters, selten Kinder und Männer.

Erscheinungsblid

Charakteristisch ist ein geröteter Ausschlag mit hell- bis dunkelroten Papeln (=Knötchen, kleine Erhabenheiten) und Unreinheiten, wodurch die Haut uneben („grießelig“) erscheint. Manchmal kommt es zur Schuppung. Die Betroffenen klagen über Brennen und Spannung und Juckreiz.

Entstehung

Die genaue Ursache der Erkrankung ist unbekannt. Bevorzugt ist der trockene Hauttyp betroffen. Im Entstehungsmechanismus spielt die Überpflegung der Gesichtshaut, also die übermäßige Anwendung von Pflegeprodukten oder fettiger Sonnencremen eine wichtige Rolle.

Dadurch verschlechtert sich die Barrierefunktion der Haut und die Austrocknung wird verstärkt. Cremen werden gewechselt und vermehrt angewendet; es stellt sich eine gewisse Abhängigkeit ein, bis es schließlich zum Ausbruch der Krankheit kommt. Leider kommt es dann oft zur Anwendung kortisonhaltiger Salben, die zwar die Beschwerden sehr schnell, aber nur extrem kurzfristig mildern, jedoch langfristig zu starker Verschlechterung führen.

Therapie

  • Entwöhnung von der meist zu reichhaltigen Pflege der Haut! Dabei können sich die Beschwerden vorübergehend verschlechtern, dennoch ist es notwendig, auf alle bisher angewendeten Mittel konsequent zu verzichten. Jegliche Gesichtspflege ist verboten; erlaubt ist nur, was ausdrücklich verordnet wird.
  • Ebenso sind Kortisonsalben absolut verboten.
  • Therapeutisch werden Antibiotika enthaltende Cremen (Erythromycin) angewendet, in hartnäckigen und schweren Fällen auch Antibiotika in Tablettenform (Minocyclin, Doxycylin).
  • Die Wirkung alternativmedizinischer Behandlungsmethoden ist nicht belegt.

Die periorale Dermatitis ist hartnäckig, aber therapierbar. Die Patienten müssen oft mehrere Wochen Geduld aufbringen, bis die Gesichtshaut wieder gesundet ist.

Bleiben Sie konsequent! Nur so können Sie sich schon bald wieder in Ihrer Haut wohl fühlen!